Geographie

Zwischen Karibik und Pazifik

Grenzen Costa Rica

Grenzen Costa Rica

Der Kartenumriss Costa Ricas erinnert aus der Vogelperspektive an die Form eines Seepferdchens. Der Name bedeutet im Spanischen „reiche Küste“, und in der Tat besitzt Costa Rica mit ca. 1.300 km Länge eine umfangreiche Küste; dabei grenzen 200 km an das Karibisches Meer und 1.000 km an den Pazifik. Über die Hälfte der Grenze zieht sich entlang von Ozean. Die schmale Landbrücke, umgeben von Nicaragua im Norden und Panama im Südosten, trennt den Pazifik vom Atlantik.

Lage Costa Rica (CC BY-SA by Wikimedia Commons)

Lage Costa Rica

Auch wenn Kolumbus etwas anderes im Sinn hatte, reich ist der schmale Landstreifen zwischen Nord- und Südamerika wirklich: reich an verschiedenen Tier- und Pflanzenarten, reich an Vulkanen, die sich majestätisch über die Wipfel der Urwälder erheben, reich an herrlichen Stränden an der Karibik- und Pazifikküste, und nicht zuletzt reich an überaus gastfreundlichen Menschen.

 

Topographisch lässt sich Costa Rica in folgende sechs Großräume gliedern:

Die vulkanischen Bergketten der Kordilleren, mit dem Vulkan Arenal im Norden und der Cordillera de Talamanca im Süden.

Das Valle Central (zentrale Hochland) mit der Hauptstadt San José und den Städten Alajuela, Heredia und Cartago – dort schlägt das wirtschaftliche und politische Herz des Landes. In dem Ballungsraum leben etwa 60 % der Costa-Ricaner.

Die Schwemmlandebenen der Karibikküste, die sich nordwestlich der Hafenstadt Limón mit großen Bananenplantagen, weitverzweigten Flusssystemen sowie küstennahen Tieflandregenwäldern ausdehnen.

Die zentrale Pazifikküste im Westen, die sich vom Süden bis hinauf zum Golf von Nicoya erstreckt. Hier geht der tropische Trockenwald in den immergrünen Feucht- und Regenwald über.

Die trockene Halbinsel Nicoya im Nordwesten mit der Region Guanacaste. Dort prägen tropischer Trockenwald, Vulkane und Weideland das Bild.

Der Süden Costa Ricas mit seinem Regenwald und den tropischen Stränden. Dort kann man die Halbinsel Osa, den Corcovado Nationalpark und das Gebiet um den Cerro de la Muerte, dem höchsten Pass des Landes, erkunden. Die Natur an der Küste ist von Tiefland- und Bergregenwäldern sowie wilden Stränden geprägt. Eine Berühmtheit der Region ist nicht zuletzt der traumhaft schöne Quetzal, der seltene Vogel, der von den Inkas als Gottheit verehrt wurde.

Landschaften Costa Rica (CC BY-SA by Eric Gaba; Wikimedia Commons, user: Sting; eigene Beschriftung)

Landschaften Costa Rica

Vulkane und Berge

Es gibt eine Vielzahl aktiver und erloschener Vulkane in den Kordilleren. Der höchste Vulkan ist der Irazú (3432 m). Weitere Vulkane sind der Turrialba (3325 m), der Poás (2704 m) und der Arenal (1633 m). Der Chirripó Grande (3820 m) ist der höchste Berg des Landes.

 

Inseln

Isla del Cocos (Kokos-Insel), die etwa 500 km südwestlich von der Pazifik-Küste Costa Ricas entfernt liegt. Die Kokosinsel ist seit 1978 ein Nationalpark von Costa Rica. 1997 wurde sie in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen. Die Kokosinsel liegt in der tropischen Klimazone, und die häufigen und heftigen Regenfälle begünstigen eine üppig wachsende Vegetation. Von den 87 auf der Insel vorkommenden Vogelarten sind drei endemisch: Kokosinsel-Kuckuck, Kokosinsel-Tyrann und Kokosfink. Tauchen vor der Kokos-Insel

Die Kokosinsel ist heute das Ziel von Tauchsafaris. In den umgebenden Gewässern kann man Schwärme von Hammerhaien und anderen großen Haiarten, Meeresschildkröten, mehrere Rochenarten, darunter auch Riesenmantas, sowie andere Großfische beobachten. Die Sicht unter Wasser ist außergewöhnlich gut. Die PADI (Professional Association of Diving Instructors) zählt die Kokosinsel zu den zehn besten Tauchgebieten der Welt! Touren zur Kokosinsel können Sie vor Ort in Costa Rica buchen, oder über Ihren Costa Rica-Reiseveranstalter in Deutschland.

Isla Calero ist eine unbewohnte Insel, die sich im Nordwesten des Landes zwischen der Mündung des Río San Juan und Mündung des Río Colorado befindet. Neben der südlich gelegenen Isla Brava bildet die Insel einen Teil des Refugio Nacional de Fauna Silvestre Barra del Colorado.